Das wichtigste zu Olivenöl

Das wichtigste zu Olivenöl

Authentizität der Olivenöle

Wir garantieren den Ursprung der Olivenöle. Nicht alle haben eine Ursprungszertifizierung. Das ist auch nicht nötig. Durch die Nähe und ständigen Kontakt mit den Produzenten, der ständigen Kontrolle vor Ort und nicht zuletzt durch das Engagement jedes einzelnen Produ-zenten garantieren wir die Authentizität dieser Oliven-öle. Jeder Olivenölbauer ist einzigartig. Er kennt die Eigenarten seiner Produkte und garantiert zu jeder Zeit eine Top Qualität.

Der Olivenbaum

Es gibt sie vermutlich schon 7000 Jahre! Auf jeden Fall wurden in Nodrafrika Olivenbaumblätter gefunden, welche aus der Zeit 5000 Jahre v. Chr. stammen sollen. Andere Quellen sprechen von Olivenkernen, die in Wohnsiedlungen des Jungpaläolithikums (35'000 bis 8'000 Jahre v. Chr.) ausgegraben wurden. Unbestritten bleibt auf jeden Fall, dass der Olivenbaum als eine der ältesten Kulturpflanzen gilt.

Von wild wachsenden Bäumen geerntet um Olivenöl zu gewinnen, wurde schon vor 2500 Jahren v. Chr. praktiziert (Ägäis und Kleinasien). In der jüdischen Kultur und im alten Testament genoss der Olivenbaum hohes Ansehen; Olivenöl war Opfergabe, Licht- und Wärmequelle, Speise und Körperpflegemittel zugleich.

Von Kreta aus eroberte der Olivenbaum ca. 500 v. Chr. über Süditalien und Rom den gesamten mediterranen Raum. In der klassischen Antike war der Olivenbaum im Ganzen Mittelmeerraum bekannt. 

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Ernte, Herstellung und Lagerung

Der Erntezeitpunkt ist entscheidend nicht nur für Aroma und Geschmack, sondern auch für die gesundheitsfördernden Eigenschaften wie Vitamin-E und Polyphenolgehalt oder den Gehalt an ungesättigten Fettsäuren. Je nach der Region und Höhe über Mehr ist der Erntezeitpunkt unterschiedlich. Dabei ist die ständige Überwachung sehr wichtig. Die Ernte ist zum grössten Teil nur von Hand möglich aufgrund der noch unreifen Früchte. Diese lassen sich in diesem Stadium nicht einfach vom Baum schütteln. Wer kann diese Prozesse besser sicherstellen als Produzenten vor Ort mit eigenem Olivenbaum-bestand.

Für eine qualitativ hochwertige Qualität ist es sehr wichtig, dass zwischen der Ernte und der Verarbeitung nicht mehr als 4 Stunden vergehen. So kann die sehr schnell abnehmende Entwertung der Inhaltsstoffe durch Oxidation zu verhindern. Das ist der grosse Vorteil unserer Produzenten, denn sie haben Ihre Olivenbäume nicht weit von den Ölmühlen. Meistens sind die Zeiträume zwischen Ernte und Produktion kaum 2 Stunden.

Moderne Produktonsanlagen und strenge Kontrollen prägen die Produktion; vom Waschen bis zur Pressung und Lagerung. Nach dem Waschen der Oliven, werden Blätter entfernt und danach zu Paste gemahlen, homogenisiert und in einen Tainagefilter gefüllt. Unter hohem Druck in in Chromstahlzylindern wird es danach gepresst. Die meisten Anlagen beitzen einen durchgehenden Produktionsprozess damit kein Sauer-stoff hinzu kommt. Die Temperatur beträgt dabei nie über 25 Grad. Dies wird durch Kühlung der Anlagen sichergestellt. 

Nach der Pressung wird das Öl meistens natürlich fermentiert oder teilweise zentrifugiert. Die Lagerung geschieht in Vakuumtanks. So kann zu jeder Zeit die maximal mögliche Qualität sichergestellt werden. Das Abfüllen in Flaschen geschieht deshalb immer kurz vor dem Verkauf.

Gesundheit

Olivenöl gilt in Wissenschaftskreisen als besonders gesund. Immer öfter entdecken Forscher heute darin Substanzen, die das Risiko an Leiden wie Brustkrebs, Herzerkrankungen, Diabetes, Depressionen oder dem Metabolischen Syndrom zu erkranken deutlich vermindern.(1)

Olivenöl reduziert die Gefahr an Krebs zu erkran-ken oder einen Herzinfarkt zu erleiden

In gross angelegten Studien hat sich gezeigt, dass Menschen aus der Mittelmeerregion deutlich weniger oft von schwerwiegenden Krankheiten wie Arterio-sklerose, Herzinfarkt oder Dickdarmkrebs betroffen sind als ihre nordeuropäischen Nachbarn. Wissen-schaftler glauben den Ursprung dieses Paradoxons in der unterschiedlichen Ernährung gefunden zu haben. Die mediterrane verwendet im Vergleich zur hiesigen Küche als Fettquelle hauptsächlich Olivenöl und verzichtet weitestgehend auf ungesunde tierische Fette.

Olivenöl bekämpft schädliches Cholesterin
Olivenöl enthält einfach ungesättigte Fettsäuren. Samenöle wie Sonnenblumenöl oder Distelöl enthalten mehrfach ungesättigte, tierische Fette bestehend mehrheitlich aus gesättigten Fettsäuren. Bezüglich des vieldiskutierten Cholesterinspiegels war man der Meinung, gesättigte Fettsäuren (bspw. in Butter, Schmalz, Wurst, fettiges Fleisch, fettiger Käse) würden diesen längerfristige erhöhen. Als entgegenwirkend  galten mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die den Cholesterinspiegel wieder senken können.

Dabei wurde jedoch nicht beachtet, dass mehrfach ungesättigte Fettsäure neben dem schädlichen LDL-Cholesterin auch das für den Körper äusserst wichtige HDL-Cholesterin zerstört. Olivenöl, das aus einfach gesättigten Fetten besteht, wirkt hingegen lediglich bei der erstgenannten Cholesterinsorte. Das wertvolle HDL-Cholesterin, das zum Abtransport schädlicher Gefässablagerungen führt, bleibt unangetastet.

Ideal bei Diabetes, Übergewicht und Bluthoch-druck

Einen weiteren gesundheitstechnisch relevanten Faktor haben Wissenschaftler in Form der in den im Olivenöl enthaltenen Polyphenole gefunden.(2) Diese unter-drücken Gene, die im Körper für die Bildung von Entzündungen zuständig sind.

Genau diese Entzündungsgene sind es, die beim sogenannten Metabolischen Syndrom(1) aktiv sind. Dieses Syndrom äussert sich in der Gestalt von vier weit verbreiteten Gesundheitsproblemen: Diabetes, Übergewicht (insbesondere im Bauchbereicht), hoher Cholesterinspiegel und Bluthochdruck.

Unbehandelt führen diese meist zu tödlichen Folgeerkrankungen wie Arteriosklerose oder Schlag-anfällen. Andere Studien haben gezeigt, dass der regelmässige Genuss von Olivenöl bei Diabetikern zu einem günstigen Blutzuckerprofil führt.

Spanische Studie

Eine in der Fachzeitschrift BMC Genomics veröffentlichte Studie untersuchte jene Genveränderungen, die von den Polyphenolen im Olivenöl ausgelöst werden. (Phenole sind lediglich in echtem Extra Vergine Olivenöl in nennenswerten Mengen enthalten). Die randomisierte Doppel-Blind-Studie wurde in Spanien von Francisco Perez Jimenez (Universität Cordoba) geleitet und umfasste 20 Teilnehmer, die alle am Metabolischen Syndrom litten.

Über einen Zeitraum von sechs Wochen nahmen die Patienten keinerlei Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente zu sich und erhielten alle dieselbe fettarme und kohlenhydratreiche Ernährung. Das Frühstück der Testgruppe wurde mit polyphenol-reichem nativem Olivenöl Extra Vergine zubereitet. Die Kontrollgruppe frühstückte dagegen eine Mahlzeit mit ausgesprochen niedrigem Polyphenolgehalt.

Sehr gutes Olivenöl hat ca. 300 bis 500 mg Polyphe-nol pro Liter

Olivenöl hat auf 100 Gene positiven Einfluss

Nach den Mahlzeiten wurde das Blut der Probanden untersucht. Man überprüfte 15.000 Gene und deren Veränderungen. Das polyphenolreiche Olivenöl hatte ganz offensichtlich einen regulativen Einfluss auf fast 100 Gene. Interessanterweise stand ein Grossteil dieser hundert Gene in direktem Zusammenhang mit der Entstehung des Metabolischen Syndroms, also Diabetes, Übergewicht, einem hohen Cholesterin-spiegel, Bluthochdruck und folglich auch mit koronaren Herzerkrankungen sowie Arteriosklerose.

Der Zusammenhang zwischen diesen Gesundheits-problemen und der Ernährung ist nicht mehr von der Hand zu weisen. Wenn also bereits geringfügige Änderungen im Ernährungsverhalten – wie die Verwendung von hochwertigem nativen Olivenöl Extra – derart positive Ergebnisse nach sich ziehen, dann sollte das doch wirklich jeden zu einer Ernährungs-umstellung in Richtung „mediterrane Kost“ motivieren können.

Olivenöl senkt Risiko für Tumorbildung und Depressionen

Eine erhöhte Aufnahme von einfach ungesättigten Fettsäuren hat sich laut Studien ebenfalls positiv auf Magen- und Darmgeschwüre sowie Gallensteine aus-gewirkt. Die Magensäuresekretion wird durch das Olivenöl verringert und der Gallensteinbildung wird vorgebeugt.

Weitere Untersuchungen zeigten, dass selbst das Risiko für Pankreaskrebs durch den vielfältigen Einsatz von Olivenöl gesenkt werden kann. Des Weiteren soll die olivenölreiche mediterrane Küche auch bei der Prävention von Depressionen von Nutzen sein.

Olivenöl für zarte und gesunde Haut

Der hohe Gehalt an Vitamin E und Antioxidantien ver-zögert zusammen mit den ungesättigten Fettsäuren den Alterungsprozess menschlicher Zellen, insbeso-ndere der Hautzellen. Dieser Effekt macht sich auch dann bemerkbar, wenn Olivenöl äusserlich als Hautpflegeöl zum Einsatz kommt. Direkt nach dem Sonnenbaden aufgetragen soll es nachweislich die Ge-fahr für Hautkrebs reduzieren.

Mediterrane Ernährung – früher ganz anders als heute

An dieser Stelle muss definiert werden, was unter einer typisch mediterranen Ernährung zu verstehen ist. Fast Food und Fertigpizza, H-Milch und der Verzehr von viel fettem Fleisch werden mittlerweile auch im Süden immer beliebter, sodass die aktuelle Ernäh-rungsweise dieser Völker heute kaum mehr als Vorbild dienen kann. In Wirklichkeit stammt die Idee der „Mittelmeerküche“ von Beobachtungen, die im Griechenland der 60er Jahre gemacht wurden.

Damals ernährten sich die Bewohner Kretas und vieler anderer griechischer und süditalienischer Regionen von viel frischem Gemüse, frisch geernteten Früchten und geringen Mengen an Milchprodukten in Form von Joghurt oder Rohmilchkäse aus Schaf- und Ziegen-milch. Sie verzehrten kleine Mengen Fisch und nur selten Geflügel oder Schaffleisch. Zubereitet waren die Mahlzeiten mit Olivenöl. Dazu wurde meist Rotwein serviert.

Heute versorgt sich auch der Mittelmeerraum fast ausschliesslich mit verarbeiteten Produkten der Le-bensmittelindustrie, verbraucht massenhaft Fleisch- und Milcherzeugnisse aus Massentierhaltung und auch das nach wie vor tonnenweise verwendete Olivenöl hat längst nicht mehr die gesundheitsfördernde Qualität wie noch vor wenigen Jahrzehnten. Mediterrane Völker sind deshalb derzeit auf besten Wege, die nördlichen Regionen auch in Sachen Krankheitsanfälligkeit ein-zuholen.

Olivenöl kann seine oben genannten positiven Wir-kungen auf den menschlichen Organismus nur ent-falten, wenn es von hoher Qualität ist. Produkte niedriger Qualität enthalten hingegen nicht nur wenig oder keine nützliche Inhaltsstoffe mehr, sondern können gar schädlich sein.

Fussnoten

(1) Metabolisches Syndrom: Das Metabolische Syndrom vereint in sich vier verschiedene Symptome: Insulinresistenz, Adipositas (Fettleibigkeit), Bluthochdruck und Fettstoffwechselstörungen. Da diese vier Risikofaktoren für koronare Herzkrankheiten und Arteriosklerose selten unabhängig voneinander in Erscheinung treten, fasst man sie auf diese Weise zusammen und nennt sie gelegentlich auch „Tödliches Quartett“.

(2) Phytonährstoffe werden auch Phytamine oder sekundäre Pflanzenstoffe, etc. genannt. Im Gegensatz zu Proteinen, Kohlenhydraten und Fetten tragen sekundäre Pflanzenstoffe nicht direkt zum Wachstum der Pflanze bei. Es handelt sich um Substanzen, die der Pflanze ihre Farbe geben oder sie vor Frassfeinden, Bakterien oder Pilzen schützen.

Quellen und weitere Infos:

· Covas MI and Konstantinidou V, et al. "Olive oil and cardiovascular health." Journal of Cardiovascular Pharmacology. 2009 Dec; 54(6):477-82.
· Nimer Assy and Faris Nassar, et al. "Olive oil consumption and non-alcoholic fatty liver disease." World Journal of Gastroenterology. 2009 April 21; 15(15): 1809-1815.
· Pitt HA "Hepato-pancreato-biliary fat: the good, the bad and the ugly" HPB (Oxford). 2007;9(2):92-7.
· S. Teres and G. Barcelo-Coblijn, et al. "Oleic acid content is responsible for the reduction in blood pressure induced by olive oil." Proc Natl Acad Sci U S A. 2008 Sep 16;105(37):13811-6.
· George Dawson "Diets Rich in Olive Oil, Fish, Fruit, and Vegetables Are Key to Good Health," 2003 December; 95(12): 1139-1140.
· Camargo A et al., "Gene expression changes in mononuclear cells in patients with metabolic syndrome after acute intake of phenol-rich virgin olive oil" BMC Genomics. 2010; 11: 253.